Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Müller,
Wie bereits mehrfach in den Zeitungen und Online-Medien thematisiert, stehen Kommunen, so auch Rastatt, vor erheblichen Herausforderungen aufgrund des Personalmangels in den Kindertageseinrichtungen. Diese Problematik betrifft nicht nur unseren Kindergarten, sondern stellt ein überregionalen Kampf auf Landes- und Bundesebene dar.
Die Auswirkungen dieses Mangels sind sowohl für Eltern als auch für die Kinder, die in diesen Einrichtungen betreut werden, deutlich spürbar.
Trotz drastischer Reduzierungen der Betreuungszeiten und des Personalmangels steigen die Gebühren jährlich weiter an, was zusätzliche Belastungen für die Familien mit sich bringt, weshalb viele Familien genau deshalb Vertragsänderungen vornehmen.
In unserem Kindergarten wurden die Öffnungszeiten mehrfach reduziert, was für uns Eltern eine enorme Belastung darstellt. Zudem wurden meiner Frau und mir oder anderen Eltern in Rücksprache mit den Erziehern, oder über die KiTa-Leitung überlastete Gruppen vermittelt. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen auf die allgemeine Betreuung, sondern auch auf die individuelle Förderung unserer Kinder.
Ein zusätzliches großes Anliegen sind die Kinder mit Behinderung, die wohl nach Rücksprache auch in Gruppen in unserem Kindergarten untergebracht sind, obwohl sie aufgrund ihrer speziellen Bedürfnisse in Inklusions- oder Spezialeinrichtungen besser betreut werden könnten.
Aufgrund des Personalmangels und der hohen Gruppenzahlen stehen den betroffenen Kindern nicht die erforderlichen Fachkräfte zur Verfügung, die notwendig sind, um eine angemessene Betreuung und Förderung zu gewährleisten.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie um Aufklärung bitten:
1. Welche Maßnahmen plant die Stadt, um den Personalmangel in unseren Kindergärten nachhaltig zu beheben?
2. Welche Strategien verfolgen Sie, um die Öffnungszeiten der Kitas zu stabilisieren und sicherzustellen, dass alle Kinder die notwendige Betreuung erhalten?
3. Wie geht die Stadt mit der Situation um, dass Kinder mit Behinderung in regulären Gruppen untergebracht sind und nicht die geeignete Unterstützung erhalten können?
Mit freundlichen Grüßen,
Philipp Helber