Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

zunächst möchte ich die Anstrengungen von Ihnen zur Verbesserung der Situation in der Hohlohstraße anerkennen. Ihre Bereitschaft, das Thema anzusprechen und Vorschläge für Veränderungen zu unterbreiten, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich habe die aktuelle Berichterstattung über diese Thematik mit großem Interesse verfolgt und erkenne die vielfältigen Herausforderungen an, die seitens der Medien thematisiert werden.

Dennoch äußere ich ernsthafte Bedenken über die anhaltend schlechte und angespannte Lage vor Ort. In zahlreichen Gesprächen mit Anwohnern sowie in Zuschriften von ehemaligen Mietern habe ich festgestellt, dass die Bedingungen in der Hohlohstraße weiterhin problematisch sind. Es ist bedauerlich, dass in der Presse oft nur zu lesen ist, dass man sich diverse Maßnahmen vorstellen könnte, jedoch bleibt unklar, welche konkreten Schritte tatsächlich unternommen wurden oder wie die bestehenden Herausforderungen konkret angegangen werden und vorallem wann?

Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, dass die angekündigte Aufstockung der Hausmeistertätigkeit von 20 % auf 100 %, wie in den damaligen Berichten der Lokalpresse erwähnt, nach meiner Auffassung nicht die Lösung für die gravierenden Probleme vor Ort sein kann. Die Situation wird durch die Co-Existenz von verschiedenen Gruppen, wie Obdachlosen, Drogenabhängigen, gewalttätigen Personen sowie langjährigen Mietern, Familien mit Kindern und Senioren, nicht verbessert. Jede dieser Gruppen hat unterschiedliche Bedürfnisse und Probleme, und die Herausforderung besteht darin, diese Vielfalt in einem Gebäude angemessen zu berücksichtigen. Dies wird insbesondere durch die neuerliche Berichterstattung verstärkt, die darauf hinweist, dass der Hausmeister oft nicht erreichbar ist.

In Anbetracht dieser Situation ist eine klare und umsetzbare Vorgehensweisen wünschenswert. Darüber hinaus wirft die Planung, dass die Lösungen im Jahr 2025 vorangetrieben werden sollen, in Anbetracht der brenzligen Situations vor Ort ernsthafte Bedenken auf. Angesichts der akuten Herausforderungen, mit denen die Anwohner und die Gemeinde konfrontiert sind, wäre es angebracht, konkrete Zeiträume für die Umsetzung effektiver Maßnahmen avisieren zu können.

Daher bitte ich um eine eindeutige Stellungnahme:

  • Welche konkreten Maßnahmen wurden bisher ergriffen, um die Situation in der Hohlohstraße kurzfristig zu verbessern, und welche langfristigen Strategien sind angedacht, um zukünftige Probleme zu vermeiden?

  • Warum werden der Öffentlichkeit keine klaren Handlungspläne präsentiert, die den betroffenen Anwohnern und Mietern sowohl kurzfristige als auch langfristige Perspektiven bieten, insbesondere im Hinblick auf die von der Bürgermeisterin genannten Maßnahmen ab 2025?

  • Welche konkreten Schritte sind wann vorgesehen, um die soziale Unterstützung in den städtischen Wohnanlagen kurzfristig zu stärken, und wie sollen diese Maßnahmen langfristig weitergeführt werden, um das Vertrauen der Anwohner zu gewinnen?

    Ich hoffe auf eine konstruktive Antwort, um den betroffenen Anwohnern und Mietern die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie wirklich dringend benötigen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Philipp Helber