Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Müller,
am Piratenspielplatz in Plittersdorf fällt seit längerer Zeit auf, dass der unmittelbar angrenzende Grün- und Gehölzbereich inzwischen deutlich stärker genutzt wird (s. Vergleich der Aufnahmen von früher und heute). Auf aktuellen Aufnahmen sind mehrere Trampelpfade, zurückgedrängte Vegetation sowie Verunreinigungen und Abfälle zu erkennen. Im Vergleich mit älteren Aufnahmen ist eine klare Veränderung des Bereichs sichtbar.
Nach derzeitiger Kenntnis und etlichen Gesprächen mit Eltern befindet sich die nächste öffentliche Toilettenmöglichkeit ja bekannterweise rund 300 Meter vom Spielplatz entfernt und ist kostenpflichtig. Für Erwachsene mag diese Entfernung überschaubar sein, bei Familien mit kleinen Kindern kann sie im Alltag aber durchaus problematisch sein. Gleichzeitig liegt die Vermutung nahe, dass der angrenzende Bewuchs deshalb teilweise als Ausweichmöglichkeit genutzt wird.
Mir ist natürlich bewusst, dass sich die Stadt derzeit in einer schwierigen Haushaltslage befindet und größere Investitionen daher kaum realistisch erscheinen. Es geht mir deshalb ausdrücklich nicht darum, eine kostspielige neue Toilettenanlage zu fordern. Vielmehr bitte ich um eine Einschätzung, ob mit einfachen und wirtschaftlich vertretbaren Maßnahmen eine Verbesserung erreicht werden kann.
Ich bitte daher um Auskunft, ob der Verwaltung die Verunreinigungen und die zunehmende Nutzung des angrenzenden Bewuchses bekannt sind und in welchen Abständen dieser Bereich kontrolliert, gereinigt und gepflegt wird. Zudem bitte ich um Mitteilung, ob aus Sicht der Verwaltung eine näher gelegene oder besser zugängliche Toilettenmöglichkeit grundsätzlich denkbar wäre, etwa durch die Mitnutzung einer vorhandenen Einrichtung, eine saisonale oder mobile Lösung oder eine bessere Ausschilderung der bestehenden Toilette.
Darüber hinaus wäre aus meiner Sicht zu prüfen, ob ein einfacher, familienfreundlicher Hinweis auf die vorhandenen Abfallbehälter helfen könnte, insbesondere Windeln, Feuchttücher und sonstige Abfälle nicht im angrenzenden Grünbereich zu hinterlassen.
Mir geht es ausdrücklich um eine pragmatische und verhältnismäßige Lösung, die sowohl die Situation für Familien verbessert als auch den angrenzenden Grünbereich schützt, ohne die Stadt mit unnötig hohen Kosten zu belasten.